Seit unserem Wild-West-Wochenende auf der Ranch haben sich die meisten unserer Aktivitaeten in Xalapa abgespielt, denn: Das Semester neigt sich dem Ende zu und alle sind fleissig am Essays schreiben und Pruefungen vorbereiten. Und trotzdem war das letzte
Nur am vergangenen Freitag sind wir nach LAS VEGAS gefahren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Anstatt aber BlackJack und Russisch Roulette in Abendgarderobe im Casino zu spielen, sassen wir in einer kleinen Pulquerìa in Wintermaentel gehuellt und haben Pulque getrunken. In Wahrheit heisst das Dorf, das ca. 1 Stunde von Xalapa entfernt ist naemlich LAS VIGAS und ist komplett in eiseskaelte und Nebel gehuellt und hat etwas mystisch-uriges. Direkt an einer verlassenen Landstrasse liegt das unscheinbare Haeuschen, das uns in wenigen Minuten Pulque in Huelle und Fuelle ausschenken wuerde. Pulque? Was ist das? Hm, gehen wir einfach rein und probieren es. Am Eingang werden wir von einem kraechzenden Papagei begruesst. Die Pulqueria-Wirtin begruesst uns und sagt, dass der Papagei nichts sagt weil es ihm auch zu kalt ist. Das koennen wir gut verstehen, denn man sieht den eigenen Atemhauch. Alle setzen wir uns um einen Tisch herum, wir sind die einzigen Gaeste. Direkt kommt eine Karaffe mit Erdbeer-Pulque auf den Tisch. Die Pulquefrau schenkt uns ein und raet uns, Zimt in das Getraenk zu streuen. Dann probieren wir alle. Hmmmmmm lecker PUlque. Wir erfahren, wie Pulque hergestellt wird: aus einer Agavenart (Maguey) wird ein Extrakt oder Saft gewonnen, der dann innerhalb von einem Tag gaehrt und einen leichten Alkoholanteil entwickelt.
Danach probieren wir noch: Schokopulque, Erdnusspulque, Vanillepulque, Cajetapulque (Cajeta ist eine Art Caramel aus Ziegenmilch, sehr mexikanisch), und schliesslich Pulque natural. Alles ausser Pulque natural schmeckt uns gut. Wir essen etwas und dann gehts durch den Nebel wieder zurueck ins Dorfzentrum, wo wir ein Taxi nach Xalapa nehmen.
Wieder in Xalapa gehen wir auf eine "Quema" (Verbrennung). Das sind Graduationsparties von verschiedenen Studiengaengen, in diesem Fall haben alle Ingenieur-Studiengaenge in einem grossen Festsaal zusammen gefeiert. Frueher wurden da wohl traditionell Buecher verbrannt, heute sind es glaube ich mehr die Gehirnzellen, denn jede kleine Gruppe von Freunden hat sich einen der 20-Liter-Trinkwasserbehaelter mitgebracht. Aber diesmal waren da alkoholische Mischgetraenke drin. Caña (irgendein Schnaps) gemischt mit Jugo de piña (Ananassaft). Aber wir waren alle ganz brav und haben es nicht uebertrieben.
Das war alles LETZTES wochenende. Was dieses Wochenende so passiert, schreibe ich bei naechster Gelegenheit hier nieder. Denn Abril, eine mexikanische Freundin und Koechin, hat uns zum Pozole (mexikanischer Eintopf)-Essen eingeladen.
Und ansonsten heisst es : Essays schreiben und fuer Klausuren lernen. Am 16. Dezember ist die Lernerei erstmal vorbei.
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